crossieblog

4. Juni 2018
von Christian
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VIVAWEST-Marathon 2018 (10-km-Lauf)

Langsam sammeln sich alle hinter der Startlinie

Wie hier schon berichtet, lief ich Anfang Mai mein erstes Lauf-Event. Spontan leider alleine. Nun stand endlich der VIVAWEST-Marathon an. Zu zweit standen die 10 km an. Ein großes Event, das in seiner Urform schon seit etlichen Jahren stattfindet.

Obwohl wir ja „nur“ laufen, gibt es am Morgen des Events eine gewissen Aufregung im Körper. Vor Ort eingetroffen holen wir uns unseren Startbeutel und die Nummer ab und spätestens da, kommt man in den Rennmodus.

Überall um uns herum Gleichgesinnte, die sich bereit machen, ihre Nummern und Transponder anbringen und die Startbeutel zum Lkw bringen.

9:00 Uhr – noch eine halbe Stunde bis zum Start. Ich habe keinen Hunger, stopfe mir mit Mühe fast eine ganze Banane hinein. Die Zeit verrinnt, Atmosphäre aufschnappen, kurz vor 9:30 Uhr – Startaufstellung. Die Ersten stehen schon eine 20 Minuten am Startbogen und scharren mit den Hufen Laufschuhen. Wir gehen ans hintere Ende des Starterfeldes. Die Aufregung nimmt sich mehr Platz, als wir dachten.

Starterbeutel auspacken, Nummer und Transponder anbringen

Es ist 9:30 Uhr durch – kein Start. Minuten vergehen. Die ersten „jammern“, ist doch das Aufwärmen schon umsonst gewesen. „Ich hasse Warten!“ Circa 9:55 Uhr – rund 25 Minuten später – startet der WAZ 10-km-Lauf beim VIVAWEST-Marathon. Von Gladbeck nach Gelsenkirchen. Susens persönliche Challenge, für mich wird es eher entspannt. Aber das ist in Ordnung so.

Das Wetter ist super – und heiß. Wir finden ein angenehmes Tempo und überholen den einen oder anderen Mitläufer. Es geht in die einstelligen Kilometerzahlen. Wir reden beim ganzen Lauf nicht all zu viel. Laufen ist Konzentration, gerade wenn es heiß ist und man seinen Körper gut voran bringen will.

Die Läufer verbringen das Warten unterschiedlich – Musik, Quatschen, Selfies…

Ich versuche immer wieder Rücksicht zu nehmen und zu schauen, ob das Tempo gut ist oder nicht. In Gelsenkirchen-Horst erreichen wir eine erste Wasserstelle. Wasser mit Kohlensäure – ungünstig beim Sport, aber besser als gar kein Wasser. Weiterlaufen, wieder ins Tempo finden. Die nächste Wasserstelle gab es kurz darauf, dann aber erst wieder auf der Fanmeile im Nordsternpark. Steigung, Hitze, Anfeuern. Erstmal Wasser, oder noch einen Schwamm? Weiter geht’s. Jede 500 Meter weiter wird es ein wenig schwieriger. Ich nehme minimal Tempo raus. Immer wieder versuche ich sie zu motivieren – „es ist nicht mehr weit! Nur einmal aus dem Park raus, durch die Gelsenkirchener Innenstadt und dann sind wir da.“ So weit, so gut. Dass der Kilometerstand gerade mal irgendetwas mit 5 km anzeigte, verschwieg ich an dieser Stelle erstmal dezent. Zwischendurch stand die kurze Frage im Raum, ob ich nicht vorlaufen möchte, wenn mir das zu langsam ist. Natürlich hätte ich das nicht gemacht. Zusammen kämpfen, zusammen ins Ziel.

Die nächsten Kilometer verlaufen ähnlich. Ich versuche abzulenken, zu motiveren, Kilometer und Distanz schön zu reden – Bahnrunden oder Zollvereinrunden? Zollverein-Runden klingen toll. Also: „Nur noch eine Zollverein-Runde!“ (= 3,3 km). Jede Wasserstelle kommt gefühlt später als vorher.

Ein kleiner textlicher Zeitsprung.

Kilometerzahl Nr. 9 ist erreicht. Vorletztes Abbiegen in Gelsenkirchen. Meine Ortskenntnis schlägt zu: „Da hinten, beim Hotel, da ist das Ziel!“ Ich schaue auf die Lauf-App und zähle nun alle 100 Meter runter. Das geht schneller als gedacht. Susen spricht nicht mehr so viel, friert total, aber sie kämpft – und das sehr super.

„Noch einmal durch die Unterführung, den Berg hoch, links herum und dann sind wir da“.

Nach Abquälen der letzten mehreren hundert Meter kommt die letzte Kurve. Einmal abbiegen und die Zielmeile zieht unsere Blicke Richtung Zielbogen.

„Ist das da vorne das Ziel?“ – „JA“

Sie rennt auf einmal los. Alle Kräfte psychischer und physischer Natur werden gebündelt und einmal mit Eil-Express Richtung Beine geschickt. Was ist auf einmal los? 😀 Diese letzte Meile war Gänsehaut pur: Wolfgang Petry klingt mit „Wir sind das Ruhrgebiet, die Droge, die uns süchtig macht…“ durch die Boxen, die Zuschauer jubeln, die Ziellinie verschwindet unter unseren Füßen hinter uns. Emotionen brechen aus, die Last fällt ab. GESCHAFFT. FINISH. Mein zweites 10-km-Laufevent, aber zum ersten Mal verstärkt als „Motivator“. Freundliche Mitarbeiter warten gratulierend mit der Medaille auf uns und zeigen uns den Weg zur Kuchentheke. Es ist offiziell: Lauf geschafft, trotz hunderten kritischen Momenten nicht aufgegeben und Susens Wunschzeit von 1:30 h unterschritten. Und mein Ziel, uns ins Ziel zu bringen, ist auch erreicht. Tschacka! Jetzt nur noch trinken und Kuchen essen. Das müssen wir wirken lassen. Ich bin wahnsinnig stolz und froh, dass wir es geschafft haben. Mehrmals dachte ich, wir müssten aufhören. Aber das war nicht nötig. Und am Ende halten wir beide die sehr schöne Medaille in der Hand und freuen uns über unseren Erfolg.

Die Finisher-Medaille

Das Dauergrinsen und die Emotionen werden noch den ganzen Sonntag anhalten.

Zum Schluss ein kühles Erdinger Grapefruit. Prost!

Im Bus zurück nach Gladbeck trage ich mir direkt den nächsten Termin vom VIVAWEST-Marathon in den Kalender ein. Ob wir dann den Halbmarathon bestreiten? Warten wir es ab – Frühbucherrabatt gibt es noch bis Ende August. 🙂

Es war ein super Event, toll organisiert, gute Auswahl an Speisen und Getränken, alles wunderbar.

Ich freue mich schon auf unser nächstes Lauf-Event, wenn wir wieder an der Startlinie stehen, ganz gleich für welche Distanz. Stiefelhelden on fire. 😀

So sehen glückliche Sportler aus 😉

24. Mai 2018
von Christian
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4. Herz-Kreislauf Essen – meine Laufevent-Premiere

Die Aufstellung zum 5 Kilometer Lauf, wenige Sekunden vor dem Start.

Gegen Ende des Jahres 2017 und Anfang 2018 kam bei mir und meiner Laufpartnerin Susen der innige Wunsch auf, endlich mal sportlich loszulegen – für mehr Fitness und weniger Speck. 😀

Nach vielen „Ja, machen wir!“ und „Wann laufen wir?“, fingen wir schließlich auch an uns einmal in der Woche zu treffen und die alte Italien- oder auch Stiefelrunde zum Leben zu erwecken. Stiefelrunde deshalb, weil die Laufstrecke auf der Karte eben genauso aussieht. Oder die Umrisse von Italien. Logisch 🙂

Um irgendwie ein Ziel zu haben, auf das man konkret hin trainiert, machte es nur Sinn, dass wir uns zur nächstmöglichen Laufveranstaltung anmeldeten. Das war der Herz-Kreislauf auf Zollverein in Essen, welcher einen nicht unerheblichen Teil unserer Trainingsstrecke beinhaltete. Eine wahrlich schöne Laufkulisse. Nächste Frage: Welche Distanz – 5 oder 10 Kilometer? Na klar, die 10-Kilometer-Runde. Wo ist denn sonst der Anreiz, wenn wir im Training schon fast 7 km erreichen?

So stand die bestätigte Anmeldung – und im Kalender gab’s ein festes Ereignis am 1.5.2018. (Leider hat es sich durch einen Spontanurlaub ergeben, dass ich doch alleine am Lauf teilnehme.)

Gelaufen sind wir trotzdem noch, wenigstens einmal die Woche. Alleine schon wegen unserem nächsten Event, dem 10-Kilometer-Lauf beim VIVAWEST-Marathon am 27.5.2018.

Aufgrund von terminlichen Umständen haben wir rund 3 Wochen vor dem Herz-Kreislauf nicht mehr zusammen trainiert – auch nicht ich alleine. Das war natürlich doof, rückte doch der Lauf immer näher. Besser wird der Trainingszustand dadurch nicht. 😀

Also habe ich beinahe auf den letzten Drücker noch zwei Trainingseinheiten durchgezogen. Vier und zwei Tage vorher mit über 6 und über 8 km. Dabei habe ich auf eine Pace zwischen 5 und 6 Min/km abgezielt, was auch gut geklappt hat. Das ist mein derzeitiges Tempo, das ich gut durchhalten kann.

Startnummer und Messchips abholen.

Am Tag des Laufs war ich gut drauf. Schön am Vorabend noch Spaghetti gefuttert, war ich nun bereit mich über die drei Runden freiwillig über Zollverein zu „quälen“. Ich holte meine Startunterlagen in der Halle 5 ab, befestigte die Messchips und meine Startnummer und schaute mir den Start der 5-km-Läufer an. Es verging viel Zeit. Start des Hauptlaufs über 10 km war um 13:15 Uhr. Es zieht sich, wenn man alleine vor Ort ist und es so kalt ist. Ich verzog mich hin und wieder in die Halle 5 zum Warmwerden. Schließlich war es Zeit für die Startaufstellung. Kurz noch die Laufapp anwerfen, Stimmung einfangen und gemeinsam den Countdown herunter zählen. Der Wahnsinn begann.

Im Starterfeld, wenige Minuten vor dem Start.

Zu Beginn setzte ich mir das gesunde Ziel die Kräfte gut einzuteilen und nicht zu übertreiben. Ich überholte langsam und stetig viele Läufer, bis sich wohl bei allen ein Renntempo einstellte. Regelmäßig flüsterte mir die digitale Runtastic-Stimme Kilometer und Pace ins Ohr. So wusste ich, dass mein gewähltes Tempo erstaunlich konstant schnell war. Der frische, teils starke Wind war nicht so toll auf den Geraden, aber insgesamt machbar. Der letzte Kilometer war schneller erreicht, als gedacht. Auf den letzten Metern habe ich noch einmal alles gegeben, was noch geht – es war nicht so viel. 😀

Nach dem Lauf genoss ich das reichhaltige Angebot an kalten Getränken, Obst und Kuchen. Ja, Kuchen! Da kann man ja nicht vorbei gehen. 😍

Ich habe mich gefreut meinen ersten Lauf so gut geschafft zu haben und bin auf jeden Fall im nächsten Jahr wieder dabei. Nun steht der VIVAWEST-Marathon mit 10 Kilometern an – dann aber zu zweit. Ich freue mich drauf. 🙂

Startnummer abgeholt.

Oh, Kuchen! Da bin ich dabei.

Eine Getränke-Auswahl stand bereit.

2. Mai 2018
von Christian
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Ziemlich genau vier Jahre…

…ist es her, als hier der letzte Beitrag erschienen und ziemlich verstaubt ist. Damit ist demnächst Schluss.

Es gibt Sport, Freizeit, persönliches… Ich mache nicht nur selbst Sport, sondern schaue mir diesen auch gerne an. Alles, was ich so darüber berichten mag, landet in Zukunft hier im Blog.

15. Mai 2014
von Christian
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Bergzeitfahren 2014

IMAG0134a IMAG0135aAuch im Jahr 2014 fand traditionell wieder das Bergzeitfahren in Esse-Werden statt. Diese Veranstaltung wird vom Radverein Sturmvogel Essen organisiert und zieht jedes Jahr Scharen an Radsportlern, die sich freiwillig am Berg quälen wollen. 😉 Für mich war es das zweite Mal beim Bergzeitfahren. Letztes Jahr habe ich mit meinem alten Trekking-Esel teilgenommen und eine Zeit erfahren, die ich jetzt immer gut zum Vergleich nehmen kann. Sonst fährt man ja eher selten einen Berg so schnell wie möglich hoch und stoppt die Zeit.

Dieses Jahr war es von den Grundvoraussetzungen alles etwas anders. Es fing ja schon damit an, dass sich das Wetter nicht entscheiden wollte, was es jetzt eigentlich präsentieren will. Trocken oder nass?
Ich wusste, dass ich auf jeden Fall in Werden teilnehmen möchte. Einfach auch um zu sehen, wie das regelmäßigere Trainieren und das Bike-Gewichtstuning meine Zeit beeinflussen würden.

Letztendlich machte ich mich auf den Weg in Richtung Essen Süden, wo „In der Borbeck“ der Start war. Trotz der Wetterkapriolen und nicht gerade warmen 13-14° C war es schon am Start sehr voll. Die Anmeldung war dieses Jahr offiziell nur vor Ort möglich, und zwar ab 17 Uhr. Der erste Starter wurde um 18 Uhr den Berg hinaufgeschickt.

Für 5 Euro (+ 2 Euro Pfand) gab es eine Startnummer. Ein Blick auf die Starterliste ergab, dass ich mit meiner Nummer fast 2 Stunden auf den Start warten musste. Da bliebe genug Zeit die ein oder andere Aufwärmrunde zu drehen. Inzwischen war auch Markus eingetroffen, dem ich das Bergzeitfahren schmackhaft machte. Aufgrund der Wartezeit hat er sich aber dagegen entschieden und machte sich wieder auf den Weg. Zwischendurch hatte ich die Gelegenheit eine frühere Nummer zu bekommen. Der eigentliche Starter erschien aber doch, sodass es doch nun für mich ums Warten ging.
Die Sonne versteckte sich wieder und so wurde es grau und kalt. Aufwärmen war angesagt. So verging die Zeit.
Nach ein paar Aufwärmrunden, Smalltalks, Warterei und Wetterwechseln bekam ich spontan eine Nummer, die nur noch 5 Min vom Starten entfernt war. Ich nahm diese sehr dankbar an. 😀
Der Start war dann nicht so gut wie erwartet. Ich habe mittlerweile einen guten Antritt, aber wenn der Antrieb nicht mitmacht (Kette/Kettenblatt nicht gut geschmiert und/oder zu nass!?) muss man mit mehr Ruhe anfahren. Ich fühlte mich nicht so toll wie im Training. Subjektiv dachte ich: „Das wird noch viel schlechter als letztes Jahr!“ Der Puls schoss höher als in allen Trainingsfahrten. Der Garmin meldete an den steilsten Stellen immer wieder „Herzfrequenz zu hoch“, d. h. über 185.

Ich habe mich dann nach dem Ziel alsbald auf den Weg gemacht um nach Hause zu kommen. Ohne obligatorische Rennwurst. Den ganzen Rückweg von Werden nach Altenessen hat es schauerartig durchgeregnet. Und die Temperatur fiel auf 10° C. Da hilft nur schnelles fahren um irgendwie warm zu bleiben. Bei so einem Sauwetter freut man sich auf die heiße Dusche mehr als alles andere. Sogar mehr als auf Kuchen 😀

Super schnell waren am Abend selbst noch die Ergebnisse online. 8:35,8 Min. Was? Doch noch schlechter als letztes Jahr? Die Segment-Zeit auf Strava sagte mir aber locker eine Minute schneller. Das würde auch zur Trainingszeit passen. Nach dem Wochenende wurde aber vom Sturmvogel noch eine korrigierte Liste veröffentlicht, in der die Zeit auch viel schöner war: 7:35,8 Min. Gesamt-Platz 43 von 108. Zwischen Rennradlern und ein paar MTBlern gar nicht so schlecht in meinen Augen.

Im Endeffekt war ich froh, dass ich doch nach Werden gefahren bin. Und so freue ich mich schon auf nächstes Jahr. Bis dahin werden noch viele Tausend Kilometer vergehen.

Zeit-Entwicklung:
2013 8:07,44
2014 7:35,08

13. April 2014
von Christian
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RTF „övert platte Land“ bei den Radsportfreunden Bochum

Hätte ich ja nicht gedacht, dass ich noch einmal zu einer RTF komme. Am Sonntag, den 6. April sollte es aber so sein. Einige Tage vorher schrieb mich Markus an, ob ich nicht Lust hätte bei einer RTF mitzufahren, das würde mir sicher total Spaß machen. Radfahren tu ich schon sehr gerne – und dann mit hunderten anderen zusammen? Das klang super. 🙂

Sonntag Morgen, der Wecker klingelt um 7 Uhr und die Vorfreude wirft mich aus dem Bett. Klamotten einpacken und los auf den Esel um nach Bochum zu radeln. Kaum losgefahren – Kette rutscht über die Ritzel 🙁 Die neue Kette auf das alte Ritzelpaket zu spannen, war keine gute Idee – und vor allem nicht in der Nacht vor der Veranstaltung. Schnell die alte Kette drauf gefriemelt (definitiv kein Lieblingsjob), womit ich erfolgreich mit dem Eintreffen von Markus und Maik fertig war 🙂 Räder in und ans Auto, und es konnte los gehen. Die Sonne schien wider Erwarten, was die Freude nur noch größer machte.

Nach Ankunft und Abholen der Startnummer machten wir uns um ca. 9:40 Uhr mit unserem kleinen 3er Team auf den Weg um die 72 km Runde zu fahren. Es ging über Castrop-Rauxel, Oer-Erkenschwick bis hoch nach Haltern am See und dann durch die Hardt und über Marl-Sinsen zurück. Eine wunderbar ausgesuchte Strecke und verflegungstechnisch gut bestückten Kontrollpunkten. Nach dreieinhalb Stunden (davon ca. 2:50 h Fahrt) kamen wir wieder am Schulzentrum an um uns die obligatorische Bratwurst abzuholen.

Ich freu mich schon auf die nächste RTF, wo auch immer diese starten mag. 🙂

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2. März 2014
von Christian
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Städtetrip durchs Ruhrgebiet

„Grenzen sind da, um überwunden zu werden“, sagt man im Volksmund so schön.

Seitdem ich Strava nutze (eine Art soziales Netzwerk für aufgezeichnete Rad- und Laufeinheiten), schätze ich diese Extraportion Motivation. Woher genau diese kommt, kann ich gar nicht genau sagen. Auf der einen Seite gibt es verschiedene „Challenges“, die man erreichen kann, auf der anderen Seite kann man neue Strecken entdecken, die andere so fahren. Zudem gibt es das sehr interessante Feature der Segmente. Also Teilabschnitte mit Bestenlisten (z. B. wer wie schnell den Berg XY hochfährt). Es wird also eine Mischung aus all diesen Punkten sein, die dann motiviert, doch mehr in den Sattel zu steigen, als man es sonst tut.

Natürlich ist das aktuell aber nicht alles. Hier oben im Ruhrgebiet habe ich diesen Winter noch keine Flocke Schnee gesehen – wird wohl auch nicht mehr kommen. Richtigen Frost mit ordentlichen Minusgraden gab es auch nicht so wirklich. So sehr ich mich auf Schnee gefreut hätte, so sehr kann ich nun darauf verzichten. Irgendwann braucht der gar nicht mehr anreisen 😉 Stattdessen ist genug Zeit für stundenlanges Radeln! Ohne dass Zehen und Finger abfrieren. Das ist doch ein guter Deal. So habe ich meine persönliche Radelstatistik für dieses Jahr schon in beiden Monaten gesprengt und die Tendenz geht immer noch nach oben.

Auf Strava gibt es seit Januar die „Gran Fondo“-Challenge. Im Januar und Februar galt es 130 Kilometer zu fahren um ein limitiertes Trikot „freizuschalten“. Wer das nicht braucht, kann die Challenge ja einfach als sportliche Herausforderung sehen, so wie ich. Die Januar-Challenge habe ich aus zeitlichen Gründen einfach nicht geschafft. Im Februar habe ich mir das aber fest vorgenommen. Also machte ich mich an einem trockenen Mittwoch Morgen auf den Weg. Ehrlich gesagt kam mir die Idee, die 130 Kilometer an diesem Tag zu fahren erst unterwegs.

Ich startete zum Rhein-Herne-Kanal, von wo es aus in Richtung Westen nach Duisburg ging. Hier dann quer durch die Stadt zum Ruhrtalradweg, dem ich dann in Richtung Osten folge… über Mülheim, Essen, Hattingen und Bochum bis zum Kemnader See und drumherum wieder zurück. In Essen, am Baldeneysee fast vorbei, kam dann endlich die Sonne raus. Was man sich über die Sonne freuen kann! Wahnsinn! Direkt gab es einen Motivationsschub und dass auf dem Garmin erst 60 km standen, war dann auch irgendwie egal! Es war also noch nicht die Hälfte geschafft. Keep rolling – die Pedale drehen sind weiter. Kilometer schmelzen dahin, die Landschaft zieht vorbei. – Am Kemnader See habe ich dann gemerkt, dass die zwei Riegel und die Kräfte so gut wie aufgebraucht sind. Meine Ausdauer-Grenze von ca. 80 km hatte ich hier schon überschritten. Zum Glück hatte ich mir Energiegel als Notration eingepackt. Nach einiger Zeit kam dann der Schwung auch wieder. Davon ab ist es schon Antrieb genug, wenn man ein Ziel vor Augen hat UND ja auch noch nach Hause möchte – und zwar mit dem Bike und ohne ÖPNV 😉

Über Bochum-Linden, Zentrum und die Erzbahntrasse verlief die weitere Strecke. Bis dann irgendwann, fast zu Hause angekommen, die 130 km auf dem Tacho stand. Herausforderung geschafft, Ziel erreicht, Grenze überschritten. Ein tolles Gefühl, das sogleich Lust auf Mehr macht. Natürlich nach der Erholung 😉

Tja, und wo ich gerade diesen Beitrag schreibe, gibt’s für den Monat März schon die nächste Gran Fondo herausforderung: 160 Kilometer an einem Stück. Sollte hinhauen, wa? Kommt Zeit, kommt Radfahrt 🙂

http://www.strava.com/activities/114473492

2014-02-19

30. Dezember 2013
von Christian
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Indoor-Wintersport

Bisher hieß für mich Wintersport, dass ich im Winter Sport mache, also: Biken. Gefällt mir sehr gut. Diesmals gab’s jedoch Wintersport in Form von Skifahren.
Nach den Weihnachtsfeiertagen ging es zusammen mit vier Freunden zur „Jever Fun Skihalle“ in Neuss. Das Angebot hat uns dort mehr überzeugt als in Bottrop.

Der Wecker klingelt um sieben Uhr. Immer wieder überraschend: Wenn man sich nur ganz doll auf einen Tag freut, kommt man auch mit sehr wenig Schlaf aus dem Bett. Fix und fertig machen, alles einpacken, was man für den Tag so braucht und mit Vorfreude aus dem Haus spazieren. Es ist noch dunkel.

Zu fünft machen wir den kleinen Clio voll und das Snowboard passt auch noch rein. Mit zwei Herren und drei Damen kann es los gehen. Unterwegs sehen wir, wie der Tag beginnt und die Sonne aufgeht.IMAG2623
Um neun Uhr macht die Halle auf und wir kommen pünktlich an und stehen um eine Minute nach neun an der Kasse. Einmal Tageskarte bitte.

Dass unsere Taktik gut war, merken wir am Material-Ausgabe-Schalter, wo ich mich mit dem Komplett-Paket eindecke: Helm, Jacke, Hose, Schuhe und Ski. (Kostet schlappe 19 Euro). Als wir ca. 15 Minuten später zur Piste laufen, stehen die Leute Schlange um sich etwas zu leihen.OLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERA
Angenehm kühle, künstlich wirkende Luft strömt entgegen, als wir die Piste betreten. Für mich heißt es aber erst einmal: Gefühl bekommen für das Skifahren. Erste Haltestelle „Anfängerpiste“. Nach ein paar Basisübungen (Bremsen, Lenken usw.) geht es in die normale Halle, die sich in leicht, mittel und anspruchsvoll einteilt. Die ersten beiden Abfahrten können mit einem Schlepplift erreicht werden, die anspruchsvolle Piste mit einem Vierer-Sessellift. Nach etlichen Fahrten auf der leichten Abfahrt, wage ich mich auf die ganz große. „Seid ihr Euch ganz sicher“, fragte sie noch. „Ja klar“. Mit dem Sessellift geht es hinauf bis ganz nach oben. Und von hier oben sieht es alles ganz anders aus, richtig steil. Ist das nicht meistens so? Möchte ich da wirklich jetzt hinunter? Naja, Mut zusammenfassen und runter.OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Die folgenden Stunden vergehen fast wie im Flug. Und auch nicht ohne Stürze. Aber es macht unendlich viel Spaß, auch wenn mit der Zeit die Füße schlapper werden. Nach rund zehn Stunden auf der Piste und unzähligen Abfahrten machen wir uns hochzufrieden, erschöpft und voller Glückseligkeit wieder auf den Rückweg nach Essen. Das war nicht nur ein toller Tagesskiausflug mit tollen Leuten und super Stimmung, wir werden es auch aus eben diesen ganzen Gründen wiederholen.
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Wieder einmal ein toller Tag aus der Kategorie: Stundenurlaub.

25. Oktober 2013
von Christian
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Hallo Herbst

Es wird ist Herbst, dürfte ja jeder inzwischen mitbekommen haben. 😉 Die Blätter fallen – genauso wie die Temperaturen – und das Wetter wird ein Stück ungemütlicher. Die Natur färbt sich ins Gold-Braun. Aber: Der Unterschied besteht darin, was man daraus macht. Und nach etlichen dieser Tage kann ich sagen, dass ich mich so langsam an das Dasein des Herbstes gewöhnt habe. Wenn man ehrlich ist, bleibt einem ja auch nichts anderes übrig. Die Vegetation lässt ihr Gewand fallen um Platz für Neues zu schaffen. Quasi die Häutung der Natur.
Und so liegt es nahe, dass man zwischen den Regenpausen schnell in die Klamotten springt und das Bike schnappt. Der werte Bewegungsdrang möchte gestillt werden. Stress abbauen, Kraft schöpfen, fit bleiben. Wenn es nicht anders geht, darf es auch mal matschig hergehen. 😉

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Screenshot 2013-10-26 00.21.55
44,7 km | 315 hm | 2:09h | 1423 kJ | 184 W
http://www.strava.com/activities/91255001

23. Oktober 2013
von Christian
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Goldener Oktober

Auf wenn die Tage kürzer werden – sie sind ja nicht weniger schön. So wie jede Jahreszeit auf ihre eigene Art und Weise. Dass es nun in den Herbst übergeht, daran muss man sich wetter- und temperaturtechnisch erst einmal gewöhnen. Aber wenn die Sonne durch die Wolken bricht und die Natur mit ihren Herbstfarben erstrahlt, sind das ideale Bedingungen für ein paar Runden durch die Botanik. Da darf auch gerne mal ein Wochenende draufgehen, bei dem man hauptsächlich auf dem Bike sitzt. Und dann ist es plötzlich Sonntag Abend, eine neue Woche steht schon auf der Fußmatte und so nimmt man all die schönen Bilder, Momente und „Enspannung durch Sport“ vom Wochenende mit und zieht daraus die Kraft für die ganze Woche. Und wenn das Wetter und die Laune es anbieten, steht ja einer kleinen Feierabendrunde gar nichts im Wege 🙂

2013-10-19
64,4 km | 470 Höhenmeter | 2:38 h gefahren | 2.266 kJ
http://www.strava.com/activities/90023497

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