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22.01.2012: Besuch der Halde Haniel – oder: Vom Winde verweht

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Wenn man schon unter der Woche nicht die Zeit oder die Nerven hat sich auf den Sattel zu schwingen, dann muss das Wochenende herhalten. Aus Witterungsgründen fiel die Tour auf den Sonntag. Das Wetter war zwar auch nicht so gut, aber war es frei von Regenschauern und Starkregen. Vorausgesagt war leichter Regen mit wenigen Millimetern Regenmenge.

Da die Zeit schon recht vorangeschritten war, entschied ich mal wieder die Halde Haniel am Ende von Bottrop zu besuchen. Hier war ich schon seit Mitte 2011 nicht mehr. An diesem Sonntag würde es der dritte Besuch sein.

Die Fahrt zu dieser gewaltigen Halde war etwas mühselig, da der Wind von vorne (also von Westen) kam. Aber wenn man ein Ziel vor Augen hat… 😉

Die Wege und Trails zur Halde hoch waren matschig und nass. Sonst habe ich keine große Lust mich so einzusauen, aber heute war es mir irgendwie egal. Sau-Wetter-Tour eben. (Nur das mangelnde Profil am Hinterreifen ließen teilweise die Reifen am Hang durchdrehen, wenn man Traktion brauchte).

Kein Berg ohne den Gipfel zu stürmen! Als ich den Weg erreichte, der bis zur Haldenspitze ungeschützt ist, merkte ich erst wie windig das wirklich ist. Dass dort oben locker Windstärke 8 (ca. 65 km/h) herrschte, hatte ich erst nachher per DWD erfahren. Ich musste noch auf dem Weg nach oben Absteigen, weil es mich sonst den Hang hinunter gedrückt hätte. Alles andere als lustig!

Nungut, statt fahren nur schieben. Hauptsache einmal den höchsten Punkt erreichen. Ganz oben war man der vollen Wucht der Westböen ausgesetzt. Nur eine einsame Joggerin, die ich einige Minuten mühevoll am Hang überholt hatte, trabte vorbei. Sonst war hier keiner mehr. Das gab mir auch irgendwie zu denken. Ich war wohl der einzige Depp, der sich hier bei dem Wetter hoch begibt.

Ich machte noch ein paar Fotos, was nicht ganz leicht war. Ich hatte noch nie die „Ehre“ mit Windstärke 8 im Nacken ein paar Fotos zu machen.

Die Abfahrt Der Abstieg war noch windiger. Wann hört es denn bitte auf? Das Rad wollte schon ständig mit dem Hinterrad Richtung Osten fliegen. Nun hatte ich wirklich keine Lust mehr. Nur noch weiter runter in den geschützen Bereich des Weges, damit ich wieder auf den Sattel steigen kann.

Der Rückweg war angenehm ruhig. Ich benutzte einen der Trails, die unzähliche Mountainbiker in die Vegetation planiert haben. Leider merkte ich auch hier wieder das mangelnde Profil am Hinterrad. Ab der Halde war der Weg super. Mit Rückenwind fährt es sich nicht großartig schneller, aber ruhiger.

Insgesamt war es ein schöner Ausflug, bei dem man die Natur zeigte, was sie so drauf hat. Vielleicht ist es bei meinem nächsten Besuch etwas ruhiger da oben, zumindest was die Luft angeht.

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