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27.12.2011 – Nördliche Erschließung des Ruhrgebiets

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In den letzten Jahren bin ich im Ruhrgebiet gut mit dem Bike herumgekommen. Insbesondere der Essener Süden und Umgebung haben es mir angetan. Doch habe ich über Gelsenkirchen oder Bottrop nie meine „Grenzen“ überschritten. Heute nach dem Aufstehen kam mir dann spontan er Gedanke mal eine Tour über Gelsenkirchen Richtung Norden zu planen und dann als richtige Runde über Gelsenkirchen, Dorsten und Bottrop wieder heimwärts Richtung Essen zu steuern.

Also Google Earth angeworfen und mal kartographisch „gecheckt“ wo es langgehen könnte. Der gute und gemütliche Kanalweg nach Gelsenkirchen sollte es schon sein. Zum Glück kann ich mir so eine Streckenplanung so gut einprägen, dass ich in 90% der Fälle auch ohne erneutes Nachschauen auf meinem Weg bleibe. Zur Not hilft das Smartphone nach, ob man noch auf dem rechten Weg ist.

Die Strecke war geplant, das Wetter sah gut aus (nicht sonnig, nur grau, aber trocken!), es konnte also losgehen. Bike war eh fahrbereit. Also rein in die Radklamotten, Tasche gepackt und ab auf den Sattel. Auf den folgendenen 55 km merkte ich, wie sich „warme“ 11°C durch Wind noch kälter anfühlen und dass es eben nicht überall so „warm“ ist. Sollte aber kein Problem sein.

Ein anderes Problem war die Ausdauer. Aus Zeit- und Motivationsmangel habe ich in letzter Zeit mehr Auto-Kilometer als Fahrrad-Kilometer auf der Straße gelassen. Meine Ausdauer und die Gewohnheit an Touren zwischen 40-50 km haben darunter gelitten. Es ist schon wieder lange her, als ich das letzte Mal eine 50+ km Tour geradelt bin. Dementsprechend waren die letzten 20 km nicht unbedingt eine Qual, aber ich merkte es. Die wirkliche Qual waren die letzten 5-10 km. Ich kam kaum noch voran, hatte keine Lust und keine Kraft mehr. Ein richtiges Tief. Zu dem Zeitpunkt hatte ich schon an die 3 Stunden Fahrt hinter mir.

Und mal wieder der gleiche Fehler wir schon ein paar Male: Licht nicht mitgenommen, weil Tourdauer unterschätzt. 55 km? Das geht doch in 2 Stunden. Denkste! Nehmen wir mal einen Schnitt von 20 km/Std., dann klappt das ja schon nicht mehr.

Und trotzdem: Ich habe es irgendwie geschafft. Man sollte sich vom Sport doch eines abschauen: Wenn man sich etwas vornimmt und sich ein Ziel steckt, dann erreicht man es auch. Natürlich mit einer ordentlichen Portion Willenskraft.

Hier noch einmal die Tour-Abschnitte:

Essen-Altenessen, Gelsenkirchen (Kanalweg, Nordsternpark, Arena AufSchalke), Marl-Polsum, Dorsten, Kirchhellen, Bottrop-Zentrum, Essen.
55 km
3 Stunden Dauer

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