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Duisburg by bike & das Verlangen nach Zucker

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Schon wieder mehrere Tage her, stieg ich auf“s Bike um den angestauten Bewegungsdrang in Fortbewegung umzusetzen. Es war trocken, die Temperatur mild und es war (noch)  hell.

Durch die zeitliche und örtliche Nähe zur Nachbarstadt Gelsenkirchen war ich dort in den letzten Wochen sehr oft. Aber wenn man immer nur in die gleiche Richtung fährt, wird es irgendwann öde. Also einfach mal eine andere Richtung im Ruhrgebiet ausprobieren. Der Pott iss ja groß genuch, wa!

Duisburg sollte das Ziel sein. Aber dann nicht einfach nur City oder so, sondern eine spezielle Stelle: Das Rheinorange, bzw. Ruhrmündung. Direkt am Rheinkilometer 780, wo die Ruhr zu Ende ist.

Das erste und gleichzeitig letzte Mal war ich dort im Sommer, bei Prachtwetter. Den Weg würde ich schon noch finden. Aber habe ich unterschätzt, wie lange es dauert, bis man 1) erstmal aus Essen raus ist, 2) durch Mülheim ist und 3) durch Duisburg an’s Rheinorange gelangt. Bevor ich dort ankam, machte ich noch einen kleinen Zwischenhalt am Innenhafen. Das sieht hier am Tag und am Abend einfach toll aus. Ein Traum für Fotografen 🙂 Nach ein paar schönen Abend-Aufnahmen ging es dann weiter Richtung Westen – durch den Feierabendverkehr.


Ich muss an diese Stelle sagen: Die Radwege in Duisburg sind wirklich super, aber man muss immer (!) mit der Dummheit Unachtsamkeit der meisten Autofahrer rechnen. Immer! Ein starkes Licht hilft da leider auch nicht – offensichtlich. Da ist man schon froh, wenn man wieder in ruhige Bereiche kommt.

…abgeschweift…

Jedenfalls ging es noch ein paar Kilometer westwärts. Vom Innenhafen sind es schätzungsweise 10-15 Minuten bis zum Rheinorange. Den langen Weg über den Deich unterschätzt man irgendwie immer. Die orangene Stahl-Landmarke im knalligen RAL Farbton kann man dabei schon von fernem sehen. Endlich angelangt – keine Menschenseele. Der Kies vom Rheinufer macht ein wohliges knirschendes Geräusch unter den Schuhen und den Reifen. Licht aus und mit den Augen die Stadtlichter über dem Fluss einfangen.

Nach mehreren ruhigen Minuten und Momenten, ein paar Fotos mehr auf der Speicherkarte und dem Blick auf die Uhr sollte es wieder zurück in die Heimat gehen.

Ab durch Duisburg und durch Mülheim. Auf dem Hinweg ist die Aktienstraße ja ganz schön zu fahren (zum Schluss bergab), aber auf dem Rückweg möchte ich die nicht wieder hochstrampeln! Bergauf lässt sich aber trotzdem nicht vermeiden. Beim ersten ernst zu nehmenden Anstieg merkte ich, dass mich meine Beine im Stich lassen. Nichts ging. Fehler: Weder Riegel noch Flasche mitgenommen. Um es kurz zu machen: Die folgende Rückfahrtszeit bestand daraus radfreundliche Sparkassen-Filialen zu suchen und regelmäßig die Strecke auf dem Smartphone zu kontrollieren.

Da war ich schon froh, dass ich irgendwann an dem großen Mülheimer Möbelladen vorbeikam und ab hier wusste, wie und wo ich herfahren muss.

Endlich in Essen angelangt gab’s dann beim Bäcker des Vertrauens erst einmal Zuckerwasser in Form einer Cola und dazu eine leckere Nussecke. Was eine Wohltat für Körper (und Geist). Ab da waren auch wieder die mitgenommenen Eindrücke und Momente präsent, und nicht Magengrummeln und müde Beine. 🙂

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